3 Kommentare

  1. Sehr geehrte Verantwortliche, sehr geehrter Herr Grebe,
    der Volksmusikworkshop vom 9.4.2016 war gesanglich sehr erfolgreich. Die political incorrectness war herzerfrischend! Machen wir uns doch mit dem Lied von den drei Chinesen lustig über Menschen, die unsere Sprache nur schwer aussprechen können. Andererseits ist es unser Kulturgut, dass man in seinem Zusammenhang erklären kann. „Auf der Lauer, auf der Mauer sitzt´ne kleine Wanz….“ ist da unverfänglicher und man kann erklären, dass wir auch noch Wanzen haben. Was mich ägerlich gemacht hat, ist die Darstellung von deutschem Volkstanz.
    Hier sind zumindestens in dem Anfangsteil, den ich sehen kann, alle Vorurteile deutschem Volkstanz gegenüber angedeutet, die „auf dem Markt“ sind. Unförmige Agrarprodukte kommen mit Marschmusik auf die Bühne…..Deutschen Volkstanz und deutschen Jugendtanz gab als Sammlung und Begriff in der ausgehenden Romantik, aber spätestens seit dem „Hohen Meißner“. Als Besonderheit des deutschen Volkstanzes ist festzustellen, dass er nicht von den großbürgerlichen Romantikern praktiziert wurde, sondern von den Menschen, die der Industrialisierung mehr oder weniger direkt ausgesetzt waren. Das war lange vor dem dritten Reich!!!!!! Die Geschichte des deutschen Volkstanzes/Jugendtanzes ist facettenreich, spannend und hochpolitisch! Wir brauchen uns dessen nicht zu schämen und schon gar nicht uns vorsorglich selber zu veräppeln. Seit Nov 2015 ist „Die Tanzbewegung in Deutschland mit ihren regionalen Besonderheiten“ als immaterielles Kulturerbe von UNESCO Büro in Deutschland anerkannt. Höchste Zeit, dass sich das Goethe Institut Fachleute für deutschen Volkstanz zu solchen Projekten dazu holt. Wir haben inzwischen in aller Stille über mehrere Jahrzehnte Erfahrung in transkulturaler Arbeit, wir können singen, Instrumente spielen und Chöre leiten. Wir sind im Hirn beweglich und sprechen neben unseren Heimatdialekten, Hochdeutsch und meistens zwei Fremdsprachen, eine davon sehr gut. Versuchen Sie doch mal, sich deutschem Volkstanz anzunähern. Wir sind gerne behilflich. Oder schicken sie mir die vollständige Aufzeichnung, dass sich mein Groll legt.

    1. Janine sagt: Antworten

      Sehr geehrte Frau Krause
      Bitte bedenken Sie, dass es sich hier um eine Kunstform Comedien handelt, die alle möglichen Strömungen interpretiert und neu zum Ausdruck bringt. Das „Gemüse“ kommt von der Gruppe „Ivoire Marionnettes“, welche von Frau Grohs unterstützt wurde. Mehr dazu finden Sie hier: http://www.ivoiremarionnettes.com
      Die Website befindet sich im Aufbau und wird zukünftig unterscheidliche Projekte darstellen, die in Zusammenhang mit Frau Henrike Grohs stehen. Ziel der Website wird die Förderung und Vernetzung sein. Ich hoffe wir treffen auf ihr Verständnis. Freundlichst Janine Gensheimer

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